Autormartha

Intuition


1
Ich erkenne natürlich das Risiko an, das darinnen wohnt!

2
Das mit der Objektivität ist eine Illusion. Es gibt keinen fixen Punkt, von dem aus sich die Welt beschreiben ließe. Es gibt eine Vielzahl von Standorten. Von welchen aus betrachtet, die Wirklichkeit sich stets unterschiedlich präsentiert.

3
Ich entdecke eine lustige Idee, der Filmemacher Alexander Kluge hat sie präsentiert. Man solle doch ausgerüstet mit der Straßenkarte von London den Harz durchwandern.

4
Manchmal frage ich mich, ob die ganze Psychologisierung nicht ein Irrtum ist, eine permanente Überinterpretation von mehr oder weniger gewöhnlichen Seelenzuständen.

5
Wenn ich mich nicht vorbereite auf eine bestimmte Situation, bin ich in der Situation selber viel wacher.

7
Eine Kollegin von mir betrauert, dass in unserer Sprache nicht nur das spirituelle, sondern mittlerweile auch das existentielle Vokabular verloren geht.

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Ich habe ganz genaue Vorstellungen, wie meine Seele ausschaut. Sie ist sehr hell und tiefblau.

 

Öffnen


1
Endlich! Heute habe ich in der Zeitung jene Formulierung gelesen, mit welcher ich in Zukunft zu uns einladen möchte: Kommen Sie vorbei, wir leben in einer Scheune!

2
Auf meinen wiederholten Spaziergängen zum St. Marxer Friedhof biege ich in die Hugo von Hofmannsthalstraße ein und sehe in einem schlichten Häuserblock nun schon zum wiederholten Mal einen Mann im Pensionsalter auf dem kleinen Eckbalkon. Er bewegt sich bedächtig zwischen seinen Topfpflanzen und kontrolliert scheinbar deren Wohlbefinden. Jeden Tag trägt er einen weißen Morgenmantel über Hemd und Gilet. Vielleicht wohnt er über den Sommer da draußen auf 4 m2? Der Häuserblock ist kein Krankenhaus, ich habe mich vergewissert.

3
Das Buch über das Patriarchat/Matriarchat: Das Paradies ist weiblich, tut es mir an. Sehr viele Gedankengänge, über die es sich lohnt zu grübeln. Das Schlechteste an dieser Textsammlung ist der Titel. Im Inneren geht es viel diverser und vielfältiger zu. Ich muss schon wieder einmal im Interlexikon nachsehen, was diese vielen Begriffe genau bedeuten. Cis, und Transfrau und Queer und Bi und Gay und LGBGQ+ … Fucking noch einmal. Was bin denn ich?

4
Viel von dem, was uns gegeben scheint, ist in Wirklichkeit gemacht. In Zukunft muss man sagen: Wir können! Aber wir wollen nicht. Ein Möglichkeitsraum ist immer offen … ins Offene gehen …

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Und unsere Liebe, sie reicht für unser Leben. Sie wirkt zurück auf all die Jahre vorher und sie wirkt hinein in all die Jahre, die uns nicht mehr bleiben. Wir sind frei in unserer Zuneigung.
Was bleibt, sind unsere Namen, ein paar Briefe, Bilder, Fotos und das, was unsere Nachkommen über uns zu erzählen wissen.

Wende


1
Es ist gut zu wissen, auf welcher Seite man steht, bevor man sich umdreht.

2
Das einzige Machtmittel, das junge Menschen zu haben scheinen, ist die Regulierung von Sprech- und Verhaltensweisen. Die Rollen sind getauscht. Früher kämpften Jugendliche für etwas, dass sie unbedingt wollten, zum Beispiel sexuelle Freiheit, um sie dann selbst zu praktizieren. Jetzt setzen sich Jugendliche für den Verzicht, die Beschränkung ein. Und müssen dann auch selbst danach leben.

3
Da, wo es weh tut, liegen unsere Aufgaben, da werden wir uns engagieren!

4
Ich trete diesem Niedergang stolz entgegen.

5
Heute beschäftige ich mich mit Banalitäten.

6
Ich möchte nicht aus der Gesellschaft fallen, nur weil ich älter werde und mir mehr Rückzug gönne. Ich bin nicht eingebildet, ich möchte immer öfter meine Ruhe haben.

7
Auf der Mariahilfer Straße stolpert eine Frau über den Stock einer Blinden.

8
Die Wiese lacht.

 

 

 

 

 

 

Widerspruch


1
Ein widersprüchlicher Mensch zu sein, das kann eine große Stärke sein. Sie ist verbunden mit dem Recht, auch eine andere zu werden. Ein widersprüchlicher Mensch zu sein bedeutet, ein durstiger Mensch zu sein, hungern nach dem, was über die eigenen Grenzen hinaus geschieht. Widersprüchlichkeit meint dann eine mystische Gleichzeitigkeit von traurig und glücklich, bitter und süß, verbindend und zerstörerisch und sie überrascht mit gegensätzlichen Meinungen, Eigenschaften, Ideen.

2
Die Gefahr, dass mein Denken und Fühlen auseinanderbrechen, ist bei mir nicht sehr groß. Bis jetzt.

3
Zweifel ist eine geöffnete Tür.

4
Burnout geht gut. Alkoholismus geht nicht.

5
Zu denken, dass alles gut wird, wenn wir von Ort zu Ort reisen, ist Unsinn. Gleichzeitig reisen wir von Ort zu Ort.

Tod

1
Auch das geht vorbei.

2
… heute denke ich dabei vor allem an die, die ich mitnehmen muss, weil nur noch ich mich an sie erinnere. Solange ich lebe, gibt es diese Menschen und diese Bilder von ihnen noch, danach nicht mehr.

3
… der schwarze Rabe, den sie auf dem Fensterbrett der Wohnung der Tante am Tage ihres Todes begrüßt …

… die Maus im Todeskampf am Schlafzimmerboden mitten in der Nacht …

… eine große, weiße Vogelfeder auf dem Gehsteig vor mir … ein unvermutetes Zeichen von Stillstand mitten im geschäftigen Treiben …

4
Der Tod ihres Mannes hat sie in einen Abgrund fallen lassen. Die Witwe erhofft sich durch die Feier eines Abschiedsrituals zu ihrem Hochzeitstag einen Lichtblick. Aspekte der neu gewonnenen Freiheit stehen dabei im Mittelpunkt. Zum Beispiel die Erleichterung darüber, dass sie nun keine Beziehungsarbeit mehr leisten muss. „Bis dass der Tod Euch scheidet“.

5
Sie haben ein kleines Loch gegraben, keine zwei Meter tief. Die Urne der Tochter wird an zwei Schnürchen hinuntergelassen. Im Nachhinein wird der Vater sagen: „Selbst meine Katze habe ich würdevoller begraben!“

6
Eine Arbeitskollegin sagt treffender Weise zu mir: „Ich möchte mich nicht kennen, würde ich nicht diesen Krankenhausseelsorgejob machen! Ich würde meinen kleinen Wehwehchen viel zu viel Raum geben.“

7
Ich möchte die Melancholie vertreiben. Wenn ich an mein Leben und meine Liebsten denke, denke ich daran, wie wir wohl sterben werden. Das ist meinem Beruf geschuldet. Nachdem mir der Tod immer näher rückt, und der Gedanke daran immer selbstverständlicher erscheint, möchte ich mich darin einüben, ihn links liegenzulassen. Also nicht den Tod, aber das stete Definieren über ihn und das Planen aus ihm heraus. Er kommt ohnehin. Also ist er kaum so wichtig wie das Leben, weil er ja Teil davon ist und nicht das alles Bestimmende. Ich meditiere mit mehr Leichtigkeit.

8
Wir begleiten meinen Onkel auf seinem letzten Weg von der Kirche über den leicht ansteigenden Weg hinauf zum Friedhof. Etwa auf halber Strecke steht eine brennende Kerze an jener Stelle, an der er vor einer Woche während dieses Ganges von der Kirche zum Friedhof zusammengebrochen und gestorben ist. Er hatte selbst einem Begräbnis beigewohnt, mitten in der Schar der anderen Teilnehmenden erlitt er einen Herzinfarkt. Da half nichts mehr. Es waren nur mehr 100 Meter bis zur Leichenhalle, die Bestatter waren sowieso anwesend und konnten ihn gleich dorthin bringen. Wie gesagt, ich war ja nicht dabei, die brennende Kerze auf halbem Weg, die hat mich sehr berührt …

„Ich bin gleich so weit, muss noch sprengen!“, sagt der Mann, bevor er vom Friedhof herauf zu uns auf die Straße kommt.

Meine Nichte zeigt uns ein Foto eines riesigen Friedhofs an der Küste Marokkos, unmittelbar neben dem Badestrand. Meine Mutter meint, ob da wohl alle Leichensäfte ins Meer fließen?

Auf dem St. Marxer Friedhof sehe ich zum ersten Mal in meinem Leben zwei Grünspechte. Eine Ratte sehe ich auch. Nicht zum ersten Mal in meinem Leben. Es ist liebenswert, dass die grantigen Wiener Geld dafür freigeben, einen seit rund 200 Jahren stillgelegten Friedhof zu pflegen. Auf den Grabsteinen finden sich unter anderem folgende Inschriften:„Auf irdische Trennung folgt seelische Vereinigung“; „Alexandrine Petruzzi, betrauert von ihren Eltern und Geschwistern“; „Karoline Eckstein, beweint von ihrer Mutter“.

9
Friedrich II (ca. 1783+) wurde letztendlich nach vielen Umwegen und auf seinen Wunsch hin neben seinen Jagdhunden in Potsdam begraben. Ich kenne da jemanden, der möchte das auch, neben seinen Hunden begraben werden. Er lebt noch. Wir sind gerade dabei, das zu organisieren.

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Sie lässt sich ihre Urne töpfern. Der Bestatter, dem sie davon erzählt, sagt: „Da verlange ich dann aber Stoppelgeld!“

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Das Leben jenseits des Todes interessiert mich nicht, darüber nachzudenken ist eine Zeitverschwendung, es gibt im Jetzt so unendlich viel zu erleben.

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Wenn ich einmal tot bin, freue ich mich sicher am meisten darüber, dass ich nie wieder in einem Warteraum bei einem Arzt sitzen muss!

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Ich richte mir ein Erinnerungsglas, in dem ich lauter Knöpfe sammle.

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„Wir können jetzt so weiterleben, nebeneinander, bis zur Kiste, oder …“

Musik fehlt

1
Musik ist (m)ein tief verwurzeltes ästhetisches Bedürfnis. Trotzdem dringt es schon seit Monaten nicht durch zu mir.

2
Eine Freundin versucht zu helfen: „Falls du es am Sonntag nicht gehört hast, Martha, eine absolut empfehlenswerte Musiksendung für deine Sehnsüchte: …“

3
Madame Baheux versucht zu helfen.

4
Die Tochter zeigt mir ein Foto von Florence and the Machine … und ich sehe, was ich eh schon vermutete: da habe ich nichts zu suchen!

5
Er, der Songwriter, geht in Pension und wird Zeit haben für Mußestunden. Sie, die Weggefährtin, lässt ihn in aller Ruhe so sein, wie er ist.

6
Die Streaming-Kultur und die mobile Technik haben ein Bedürfnis geschaffen, von dem vorher niemand wusste, dass es existiert.

7
Er setzt das Musikhören als Werkzeug ein. Um sich in eine bestimmte Stimmung zu versetzen, lässt er eine spezielle Playlist laufen. Malen ohne Musik kommt so gut wie nicht vor.

8
Mein Bruder, der Musiker, fragt sich, weshalb man immer wieder die Klassiker spielt und dabei auf alle anderen verzichtet. Beethovens Medizinlöffel, genossen im Musikverein in Wien, gibt eine dezente Antwort. Sein Streichquartett in a-Moll. Das Adagio. Heiliger Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit, in der lydischen Tonart.

9
„Um diesen Dominant – Sept – Akkord nicht länger in der Luft zu halten, wollen wir ihn sofort auflösen.“ – Diese Nachricht kommt unmittelbar im Anschluss an die Information, dass beim Erdbeben in der Türkei und Syrien an die 50.000 Menschen verunglückten. Danach geht’s in Dur weiter.

10
Es gab in der Antike die Theorie, dass Menschen die Musik erfunden haben, weil ihnen der Vogelgesang so gefiel.

Wehen


1
Der Verstand kehrt zurück, doch du setzt ihn nicht ein. DIE FANTASTISCHEN VIER.

2
Im Radio höre ich jemanden sagen, dass es wenige Lebensmodelle gibt, die sich nicht am Kapitalismus, sondern an der Einfachheit orientieren, ohne sich dabei arm vorzukommen. Ich halte mich an Sternenfotos. Sterne und Poesie. Das James-Webb-Weltraumteleskop. Das Sternenlicht, das wir dadurch sehen, ist viel älter als alles Leben auf der Erde.

3
Meine Schwester macht sich hauptsächlich Gedanken zu ihren Kindern. Was sonst noch da ist, das müssen wir ein nächstes Mal besprechen.

4
Mein Sohn überlegt, die schmerzenden Stellen auf seinem Körper mithilfe einer schwarzen Tätowierung zu kennzeichnen.

5
Ich halte mich daran zu wissen, dass wir nichts in der Hand haben und ich das schon lange weiß. Ich halte mich daran, dass ich spüre, wenn etwas Sinn für mich macht. Ich halte mich daran, dass ich als Kind gelernt habe, mich an etwas zu halten. Solidarität ist nicht neu für mich.

6
Neu für mich ist der Hinweis, dass eine richtige Gemeinschaft nicht aus vielen Menschen bestehen muss.
Die Weltengemeinschaft ist eine Katastrophengemeinschaft, der es manchmal gelingt, die Katastrophen abzuwenden. Aber nie im Leben wird das eine Solidargemeinschaft!

7
Meine Welt wird immer kleiner.

8
Nachwehe.

Dorf 3

1
Mein zugereister Freund und ich finden in ein Gespräch darüber, wie viel Kitt wir bereit sind, für die Dorf-Gesellschaft beizusteuern. Im Sparverein. In der Nachbarschaft. Im stillen Kämmerlein.

In einem Dorf verändert sich nicht so viel, wie man bereit wäre, an sich selber zu verändern. In einem Dorf am Laufenden zu sein heißt, sich im Kreis zu drehen. Man muss der Natur und den Menschen trotzen. Alle wollen dir an die Wäsche, beurteilen, kontrollieren, mit partizipieren, alles über dich wissen, mitnaschen. Alle wollen eine Familie sein. Neid ist Thema, da kann man nicht darüber hinwegsehen. Mit „allen“ meine ich 90 Prozent. Und die Kirche lasse ich vorerst auch einmal im Dorf.

2
„Host du ka daham ned?“, fragt mich der Kellner, weil ich meine Zeit schon wieder im Wirtshaus verbringe.

3
Im Wirtshaus sitzen lauter wohlgenährte, laute Marchfeldbauern. Da nehme ich mir jetzt kein Blatt vor den Mund. Außer der „Rudl, der is nimma do, der is schon am Onstond!“ Breitbeinig sitzen sie an den rustikalen Tischen und grölen einander zusammenhanglose Sätze zu. „Um 22 Uhr is Happy Hour … am Faschingdienstag in Lassee …!“  Da gehen dann 16 Leute aus der Truppe hin. Der Kellner ist jung, hübsch und schwarzhäutig. Er muss jetzt „Gin Tonic mit viel Liebe machen.“  Dass dann einer von den Lustigen ungeniert der Kellnerin auf Hintern klopft, wundert mich nicht. Auch sie kommentiert es nicht.

4
Der Weinbauvereinsobmann verteilt die Einladung für die Weinkost an alle Haushalte und übersieht dabei, dass er die Vorlage vom Vorjahr vervielfältigt hat. Ein aufmerksamer Leser ruft an und sagt, dass er da schon gewesen sei, ob er nun heuer noch einmal dahin gehen solle und ob die Zeitmaschine vom Weinbauverein zur Verfügung gestellt würde.

Beim Raiffeisen Lagerhaus wurden drei neue Getreidesilos aufgestellt. Sie sollen gesegnet werden. Der Dienststellenleiter hat schon ein Kreuz gekauft, das ganz oben angebracht wird.

Die Nachbarkinder und deren Eltern und Großeltern sind unerträglich laut. Sie reden so, dass man alles mithören kann und muss. Das ist Absicht!

5
Meine Mutter und ich reden heute beim Telefonieren über die neue Koalition in Niederösterreich und darüber, dass man am Rettenbach (im Mölltal) von den Einheimischen mit dem Gewehr verjagt wird, wenn man auf einer Almwiese Grant‘n klaubt (Preiselbeeren pflückt).

6
Sie erzählt von den deutschen Gästen, die in ihrer Jugend schon ins Mölltal kamen. Sie hatten Geld und eine Sprache, die uns völlig fremd war. Der Wortschatz übertraf den unseren um ein Vielfaches und selbst wenn sie den größten Blödsinn von sich gaben, war jeder geblendet von genau dieser Sprache und wir glaubten, etwas sehr Geistreiches gehört zu haben.

7
Versöhnlich bin ich später mal, vielleicht …

Demut


1
Man darf sich halt nicht immer alles wünschen, zum Beispiel dass man in der Nacht durchschlafen möchte.

2
Nach seiner Fußoperation will er nicht über das Gehen reden, sondern über die Demut.

3
Sie arbeitet schon seit 43 Jahren im Krankenhaus. Hier hat sie ihren Lehrberuf erlernt und hier wird sie in Pension gehen.

4
Ein junger Mensch weiß nicht, wie es ist, alt zu sein. Ein alter hingegen schon, wie es ist, jung zu sein.

5
Wenn man etwas realisiert, beginnt schon der Kompromiss. In Tagträumen kann man sich die Welt noch so ausmalen, wie man sie haben möchte.

 

Übersetzen


1
Kunst ist keine Macht, sie kann nur Trost sein. Wenn sie frei sein soll, darf sie auch keine Aufgabe haben. Was nicht heißen sollte, dass sie keine Kraft hat, im Gegenteil.

2
Der Andere ist die Begründung für das eigene Leben. Vielleicht ist es einfacher, wenn man nicht liebt.

3
Liebe

4
Psychogeographie

5
Ich werde nicht damit aufhören, den Aspekt Spiritualität in meinem Leben zu pflegen.

6
Wir treffen einander zufällig bei der Mutter im Pflegeheim. Heute sitzen wir das erste Mal im Kaffeehaus. Hier ist es doch entspannter und persönlicher als in der Wohngruppe. Der Kuchen ist frisch gemacht und schmeckt uns allen gut. Der Kaffee ist lauwarm. Die Betreuerin hätte uns eh einen Spritzer empfohlen…

7
Auf der Rolltreppe zur S-Bahn sagt ein Mann zu uns: „Lasst Euch nicht stören“

8
Er meint, er denke gar nicht so viel. Es sehe nur so aus.

9
Wenn Du nicht genau hinschaust, meinst Du, ich hinke. Aber, ich hinke nicht! Ich bin einfach nur ernst.

10
Du bist auf der Flucht, sagt er zu mir

11
Rote Stöckelschuhe in Passau kaufen.
Die Farben der drei Flüsse von oben fotografieren.
Sodbrennen haben.

12
Jupiter und Venus waren so nah beieinander, wie schon lange nicht mehr.