Geschmeidigkeit


1
Was machen Menschen, die einen E-Roller und einen Hund besitzen und damit in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind? Geschmeidig eine ganze Sitzreihe belagern?
2
Es macht Sinn, eine Aufgabe zu haben. Auch im Leiden. Besonders im Leiden. Zum Beispiel Talismane zu schnitzen, Worte zu haben, Sätze zu suchen, Manifeste zu formulieren, auf einem Besen reiten …
3
Wir sitzen in der Abendsonne am Ufer der Teiche in Nexing. Die Sonne glitzert auf der Wasseroberfläche. Und an den Stämmen der Bäume bricht sie sich wieder. Die Bienenfresser kommen zum gemeinsamen Baden an den Teich: einmal kurz im Flug mit dem ganzen Körper eintauchen und sich den Staub aus den Federn waschen. Ein seltenes Schauspiel für uns.
4
Ich lasse mich von zwei Freunden durch das sommerreife Weinviertel kutschieren; durch wunderschöne Landschaft und vertraute Gespräche, die man nur in einem fahrenden Auto führen kann, auf einer Strecke, die man kennt, sich dabei nicht in die Augen schauend, sondern nach vorne, auf die Straße, in die Weite.
5
Michael Stavaric spricht bei öffentlichen Vorträgen ganz ohne Füllwort „Äääähm“, wie am Schnürchen in einem fort …
6
Da ist eine intime Nähe zu den Dingen, eine reifende Vertrautheit mit dem Material, eine damit verbundene Sorge und Fürsorge. Ich stelle mir vor, wie es ist, aus dieser Vertrautheit heraus Neues zu formen, leidenschaftliche Dialoge in Gang zu setzen, Liebe zu empfinden und diese zu gestalten …

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