Belanglosigkeiten

1
Wozu ist man verpflichtet? Zum Beispiel zur Unschicklichkeit. Jede sollte mehr Gefallen an Unschicklichem als an Beschönigtem finden. Zwar stört das Beschönigte niemanden, aber es ist belanglos.
2
Der Verkäufer im Keramikladen begegnet mir ganz pragmatisch und geht mir gar nicht auf die Nerven. Wir sind uns schnell einig, so wie ich das mag, das Einkaufen. Kurz und schmerzlos. Man zahlt ja eh genug, da will ich ausschließlich kompetent beraten und nicht irgendwie betudelt werden.
3
„Du weißt, wo du mich findest!“
Männer in meinem Alter sind schon oft ungenießbar: Sie haben keine Ahnung (mehr) von angewandtem Feminismus, sind resigniert, griesgrämig. Und gleichzeitig patriarchalisch dominant in der Öffentlichkeit. Da ist jetzt nichts mehr zu machen. Warten wir auf die nächste Generation?
4
Seine Bücher riechen nach Literatur und nicht nach gelebtem Leben.
5
Sein Haus ist abgebrannt. Aber er kramt nun das Sprichwort aus seiner Kindheit hervor: „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“
6
Ich freue mich darauf, etwas zu stricken! 🙂
7
Mut muss man lernen.
8
Busfahren ist supercool.