Mein sicheres Dorf

1
Manchmal muss ich mich verleugnen, um in Ruhe gelassen zu werden. Oder weil einige Menschen immer ganz genau wissen wollen, wie, womit und mit wem ich meine Zeit verbringe. Ich stelle mir die Frage: Gibt es Menschen, die alles von sich preisgeben? Wie ist das wohl?
2
Ein schlampiges Leben führen.
3
Anscheinend brauche ich 12 Umarmungen am Tag, um mich zu „bewegen“ und wandlungsfähig zu sein. Das ist hoch gegriffen.
Möglicherweise brauchen das die anderen auch.
5
Ich muss in den Krankenstand gehen, um meine ausführliche Zuhör- und Familienarbeit erledigen zu können. Oder ich muss in den Krankenstand gehen, weil ich meine ausführliche Zuhör- und Familienarbeit nicht mehr erledigen kann. Meine Energie lässt derart nach, dass es wehtut.
Der Arzt sagt: „Das ist jetzt einfach so, dass es mit der Energie abwärtsgeht. Du musst es dir jetzt erlauben, kürzerzutreten.“
Ich sage: „Ich habe keine andere Wahl.“
Er sagt: „Ab dem Nachmittag sollst du chillen. Du hast deine Vollzeitaufgabe schon erledigt – das hast du dir verdient.“
Ich kann das nicht glauben.
6
Soll ich die Glühbirne im Vorraum wechseln?
Ja, aber nimm keine zu starke. Ich mag es nicht, wenn man alles sieht.
7
Ich bin wegen der Gefühle hier.
8
Wohnen Sie da, wo das Leben schön ist?
9
Mein sicheres Dorf – das wird meine Gegenwarts- und Zukunftsvision. Mein sicheres Dorf besteht aus lauter Menschen, die mir nahestehen und die ich liebe. Im besten Fall lieben sie auch mich.